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Ratgeber & Checkliste
In 10 Schritten zum eigenen Balkonkraftwerk
Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine Solaranlage, die Strom direkt in Ihr Hausnetz einspeist. Den Strom nutzen Sie sofort selbst – das senkt Ihre Stromrechnung. Mit dieser Checkliste klären Sie alles Wichtige vorab.
Sie erzeugen Ihren eigenen Strom aus Sonnenenergie – direkt dort, wo Sie wohnen.
Jede selbst genutzte Kilowattstunde müssen Sie nicht mehr einkaufen. Laufende Kosten fallen kaum an.
Kein großer Umbau: Module montieren, Wechselrichter einstecken, anmelden – fertig.
Vorher klären
Schritt 1 bis 5
1Eigentumsverhältnisse prüfen
Wohnen Sie im eigenen Haus, entscheiden Sie selbst. In einer Eigentümergemeinschaft sollten Sie das Vorhaben in der Versammlung ansprechen. Wohnen Sie zur Miete, fragen Sie Ihren Vermieter.
Vermieter und Eigentümergemeinschaften dürfen ein Balkonkraftwerk heute nicht mehr grundsätzlich verbieten (§ 554 BGB) – sie können aber bei der Art der Anbringung mitreden. Eine Einigung im Guten ist immer der beste Weg.
2Stromverbrauch ermitteln
Ihren Jahresverbrauch finden Sie auf der letzten Jahresabrechnung Ihres Stromanbieters. Er zeigt, welches Set zu Ihnen passt. Aus unserer Erfahrung empfehlen wir:
Laufen bei Ihnen Geräte rund um die Uhr – etwa Kühltruhe, Warmwasser-Boiler, Wärmepumpe oder Pool-Pumpe? Dann empfehlen wir eine Stufe mehr.
Mit oder ohne Speicher? Ist tagsüber jemand zu Hause, wird der Strom meist direkt verbraucht – dann reicht oft ein Set ohne Speicher. Ist tagsüber niemand da, lohnt sich ein Speicher: Der Strom wird abends genutzt. Mit Speicher empfehlen wir zusätzlich ein Smartmeter.
3Standort festlegen
Balkonkraftwerke hängen nicht nur am Balkon: Sie lassen sich auf Ziegeldächern, Flachdächern, Gartenhäusern, im Garten oder am Zaun montieren.
Faustregel: Je flacher das Modul, desto höher der Ertrag; am besten nach Süden ausgerichtet. Jede Situation ist anders – gern schauen wir uns Ihren Platz an.
4Stromanschluss bestimmen
Der erzeugte Strom fließt über eine Steckdose in Ihr Hausnetz. Am einfachsten ist eine Steckdose in der Nähe des Standorts. Fehlt sie, verlegt ein Elektriker eine Leitung.
Je nach Anlage genügt eine normale Schuko-Steckdose, oder es wird eine spezielle Wieland-Steckdose empfohlen. Wir beraten Sie, was für Ihre Anlage passt.
5WLAN prüfen
Wechselrichter und Speicher brauchen am Standort ein stabiles 2,4-GHz-WLAN. Darüber sehen Sie in der App, wie viel Strom Ihre Anlage erzeugt.
Mit Speicher regelt das WLAN zusätzlich die Abgabe ins Hausnetz – mit einem Smartmeter sogar automatisch nach Ihrem aktuellen Verbrauch. Reicht das WLAN nicht, helfen Repeater oder Powerline-Adapter.
Kaufen und in Betrieb nehmen
Schritt 6 bis 10
6Balkonkraftwerk auswählen
Wählen Sie Ihr Set nach Jahresverbrauch (Schritt 2) und verfügbarer Fläche:
7Balkonkraftwerk montieren
In unserem Shop finden Sie das passende Montage-Set für Ziegeldach, Flachdach, Gartenhaus oder Balkongeländer. Montage-Set anbringen, Module befestigen, Module an den Wechselrichter anschließen und den Stecker einstecken – fertig.
Lieber montieren lassen? Das übernehmen wir gern für Sie, im Umkreis von etwa 35 km um Stadtoldendorf.
8App installieren und verbinden
Laden Sie die App des Herstellers auf Ihr Smartphone, legen Sie ein Konto und Ihre Anlage an und verbinden Sie den Wechselrichter mit Ihrem WLAN. Danach sehen Sie Ihre Stromerzeugung jederzeit.
Ohne Smartphone geht es auch: Eine Messsteckdose zwischen Wechselrichter und Steckdose zeigt Ihnen die Werte.
9Im Marktstammdatenregister anmelden
Ihr Balkonkraftwerk muss nur noch im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen werden – eine eigene Anmeldung beim Netzbetreiber ist nicht mehr nötig. Falls ein neuer Zähler erforderlich ist, meldet sich Ihr Messstellenbetreiber bei Ihnen.
Unser Service: Die Eintragung übernehmen wir gern für Sie.
10Stromverbrauch optimieren
Am meisten sparen Sie, wenn Sie Ihren Strom dann nutzen, wenn die Sonne scheint: Waschmaschine, Spülmaschine oder Warmwasser-Wärmepumpe am besten tagsüber laufen lassen.
Mit WLAN-Steckdosen lassen sich Geräte sogar automatisch bei Stromüberschuss einschalten.
Noch Fragen offen?
Wir beraten Sie kostenlos – gern auch bei Ihnen vor Ort.

